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Ämter & BehördenWelche Behörden sind für mich und meinen Wald zuständig?

Eine Behörde oder ein Amt ist für die Umsetzung von Gesetzen und öffentlichen Interessen zuständig und übernimmt Dienstleistungen des Staates gegenüber seinen Bürgern. Grundlage ihres Auftrags sind Bundes- und Landesgesetze. Die Dienstleistungen variieren daher in den jeweiligen Bundesländern. Behörden sind hierarchisch gegliedert und bestehen meist aus einer obersten und einer unteren Behörde. Mit den folgenden Behörden können Waldeigentümer in Kontakt kommen:

Welche ist meine zuständige Forstbehörde?

Die Forstbehörden haben regional Flächen festgelegt, in denen sie zuständig sind. Welche Forstbehörde für Ihren Wald zuständig ist, richtet sich daher einzig nach der Lage Ihres Waldes. Ihr Wohnsitz spielt für die Forstbehörde keine Rolle. Direkter Ansprechpartner für Sie als Waldeigentümer ist immer die Untere Forstbehörde. Je nach Bundesland trägt die Untere Forstbehörde unterschiedliche Bezeichnungen beziehungsweise ist mit anderen Behörden zu einer Verwaltung zusammengefasst.
  • Forstamt - in Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen

  • Oberförsterei - in Brandenburg

  • Forstbezirk - in Sachsen

  • Forstbetriebe - Sachsen-Anhalt

  • Regionalforstamt - Nordrhein-Westfalen

  • Landwirtschaftskammer - Niedersachsen, Schleswig-Holsteine

  • Untere Forstbehörde - Baden-Württemberg

  • Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten - Bayern

Aufgaben der Unteren Forstbehörde:
  • Forstschutz - Schutz vor Gefahren, die dem Wald durch Dritte drohen

  • Waldschutzes - Schutz des Waldes vor Gefahren, die ihm von der belebten oder unbelebten Umwelt drohen

  • Forstaufsicht - Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften durch die Waldbesitzer

  • Stellungnahmen als Träger öffentlicher Belange (TÖB)

  • Fachplanungen für den Wald

  • Umweltbildung wie Waldführungen, Waldjugendspiele, Waldpädagogik, Schulungen

  • Beratungen für Waldbesitzer

  • Fördermittelberatungen

  • Planung und Überwachung von Naturschutzmaßnahmen (Vertragsnaturschutz)

  • Betriebsführungen

Die zuständigen Forstbehörde für Ihren Wald finden Sie
auf dem Waldmarktplatz

Welche Rolle spielt die Gemeindeverwaltung in meinem Wald?

Die Gemeindeverwaltung ist Ihr Ansprechpartner für alle örtlichen bis regionalen Fragen. Oftmals wird die Gemeindeverwaltung für Sie erst dann wichtig, wenn Ihre Waldfläche an einem öffentlichen und gewidmeten Weg liegt. Das kann eine Kreisstraße aber in Ausnahmefällen auch ein Radweg oder Wanderweg sein. Sie als Waldeigentümer müssen dann der Verkehrssicherung nachkommen. Falls Sie dazu Fragen haben, kontaktieren Sie das Ordnungsamt der Gemeinde, in der Ihr Wald liegt.
Am besten lassen Sie sich von einem Berater und/oder dem zuständigen Revierförster beraten, wenn Sie mit der Gemeindeverwaltung in Verbindung treten wollen. Dieser kann für Sie auch Kontakt mit der Gemeindeverwaltung aufnehmen.
Berater und Revierförster finden Sie
auf dem Waldmarktplatz

Wozu benötige ich das Grundbuchamt (Katasteramt) im Wald?

Das Grundbuchamt / Katasteramt kann Ihnen die Kontaktdaten der eingetragenen Eigentümer von angrenzenden Grundstücken (Anrainer) herausgeben. Sie müssen dafür ein “berechtigtes Interesse” nachweisen, das allerdings vorliegt, wenn Sie Ihren Wald bewirtschaften wollen. Eine solche Auskunft erfolgt nur schriftlich und gegen eine Bearbeitungsgebühr.
Am besten lassen Sie sich von einem Berater und/oder dem zuständigen Revierförster beraten um die Daten zu den Anrainern zu besorgen. Dieser kann für Sie auch Kontakt mit dem Grundbuchamt aufnehmen.
Berater und Revierförster finden Sie
auf dem Waldmarktplatz

Wobei hilft mir die Untere Jagdbehörde?

Die Untere Jagdbehörde hat einen örtlichen Zuständigkeitsbereich, welcher meistens dem Stadt- oder Landkreis entspricht. In diesem Bereich nimmt die Untere Jagdbehörde hoheitlich jagdrechtliche und jagdpolitische Aufgaben war.
Aufgaben der Unteren Jagdbehörde
  • Erteilung, Widerruf, Versagung und Einziehung von Jagdscheinen

  • Abrundungsmaßnahmen an Jagdbezirken

  • Durchführung der Jägerprüfung

  • Rechtsaufsicht über die Jagdgenossenschaften

  • Bestätigung/Festsetzung von Abschussplänen

Normalerweise zählt jedes natürliche Gebiet (Wald, Wiese, See) als bejagbare Fläche. Sollte die bejagbare Fläche in Ihrem Eigentum kleiner als die Mindestflächengröße für einen Eigenjagdbezirk sein (beispielsweise 75 ha in Thüringen), gründet sich per Gesetz eine Jagdgenossenschaft. Ihre Waldfläche liegt dann folglich im Gebiet einer Jagdgenossenschaft und Sie als Eigentümer sind Jagdgenosse.
Die Untere Jagdbehörde kann Ihnen als Waldeigentümer Auskunft über die Ansprechpartner der Jagdgenossenschaft geben, in der Ihr Wald liegt.
Am besten lassen Sie sich zum Umgang mit der Jagdgenossenschaft von einem Berater und/oder dem zuständigen Revierförster beraten. Dieser kann für Sie auch Kontakt mit der Unteren Jagdbehörde aufnehmen.
Berater und Revierförster finden Sie
auf dem Waldmarktplatz

Wobei kann mir die Untere Naturschutzbehörde im Wald helfen?

Die Untere Naturschutzbehörde ist grundsätzlich für die Umsetzung des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) und der Landesnaturschutzgesetze zuständig­. Sie kann Ihnen Auskunft zu bestimmten naturschutzfachlichen Fragen geben. Beispielsweise kann sie beantworten, ob Ihr Wald in Schutzgebieten liegt. Vielmehr erhalten Sie Informationen, ob in bzw. in der Nähe Ihres Waldes Arten vorkommen, auf die Sie bei der Terminierung von Waldarbeiten Rücksicht nehmen müssen.
Am besten lassen Sie sich zu Naturschutzfragen von einem Berater und/oder dem zuständigen Revierförster beraten. Dieser kann für Sie auch Kontakt mit der Unteren Naturschutzbehörde aufnehmen.
Berater und Revierförster finden Sie
auf dem Waldmarktplatz